Archiv der Kategorie: Neues aus Rust

Aktuelles und Informationen aus Rust

LED im Ruster Allmendwald: Licht auf Knopfdruck

BM Günter Gorecky, Gemeinderätin Ute Hildebrand und EnBW Kommunalberater Andreas Götz
BM Günter Gorecky, Gemeinderätin Ute Hildebrand und EnBW Kommunalberater Andreas Götz

Recht Dunkel und für viele fast ein bisschen unheimlich war bisher nach Einbruch der Dunkelheit der Weg vom Ruster Sportplatz bis zum Schützenhaus durch den Allmendwald.  Aus diesem Grund stand schon länger die Frage im Raum, ob nicht Leuchten der späten Spaziergängerin oder dem heimkehrenden Schützenfreund den Weg weisen sollten. Eine nächtliche Dauerbeleuchtung des Waldes erschien indes weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Mit der neuen LED- Bedarfsbeleuchtung, konzipiert und installiert von der EnBW, konnten nun mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die Beleuchtung reagiert ab der Dämmerung nur auf
Knopfdruck. Die gelben Taster sind in überschauberen Abständen an den Laternenmasten angebracht und werden  zusätzlich durch ein floriszierendes Band sichtbar gemacht, sodass niemand auf halber Strecke im Dunkeln stehen bleiben muss.
Im Bereich des Tennis-Heims, auf dem Weg zum Naturzentrum Rheinauen, wird hingegen
die gewöhnliche Dämmerungsschaltung beibahelten, sodass hier eine sichere
Dauerbeleuchtung bis zum Morgengrauen gewährleistet ist.  Neben der neuen Aufenthaltsqualität im Wald spart die Anlage auf doppelte Weise Strom. Zusätzlich zur automatischen Abschaltung nach 30 Minuten werden in den Lampen hochmoderne LED-Leuchten mit nur 19 Watt Anschlussleitung verwendet.

Kai-Achim Klare / Gemeinde Rust

199 Jahre Singen im Kirchenchor Rust

von links: Anna Werner (67 Jahre), Vorsitzende Hildegard Lang, Maria Herdrich (67 Jahre), Antonia Sigg (65 Jahre), Dirigent Hans Zimmermann, Pfarrer Michael Gartner
von links: Anna Werner (67 Jahre), Vorsitzende Hildegard Lang, Maria Herdrich (67 Jahre), Antonia Sigg (65 Jahre), Dirigent Hans Zimmermann, Pfarrer Michael Gartner

Das gibt es wohl selten: Drei Sängerinnen des Ruster Kirchenchores wurden am Sonntag im Gottesdienst von Pfarrer Michael Gartner für 199 Jahre Singen im Kirchenchor geehrt. Anna Werner und Maria Herdrich sind schon seit 67 Jahren im Chor aktiv, Antonia Sigg wurde für 65 Jahre geehrt.
Es war im Januar 1945, die Granaten der Franzosen prasselten in jenen Tagen über Rust herein, da meldeten sich die beiden jungen Mädchen Anna Werner und Maria Herdrich als Sängerinnen im Kirchenchor an, der wegen des Beschusses bis Ostern erst einmal pausieren musste. Am Sonntag standen sie zusammen mit Antonia Sigg im Chor ihrer Heimatkirche und wurden in diesem besonderen Rahmen geehrt. Lang anhaltender Applaus der Gottesdienstbesucher drückte die Wertschätzung für diese besondere Leistung aus. Pfarrer Michael Gartner hatte die Ehrung mit besonderen Worten angekündigt: „Heute ehren wir drei Sängerinnen für einen Zeitraum, der es in sich hat“, um dann im Nebensatz diesen Zeitraum plastisch für alle zu machen: „Sie singen fast die doppelte Zeit im Kirchenchor, wie ich alt bin“.
Für die drei unermüdlichen Sängerinnen gab es ein Bild der Figur des Königs David mit der Harfe aus der Vorhalle des Freiburger Münsters mit einem sehr persönlichen Brief des Präses des Cäcilienverbands der Erzdiözese Freiburg, Wolfgang Gaber. Darin bedankte sich Gaber für das langjährige Engagement um die musica sacra. Diese hätte einen besondere Aufgabe: Durch die Musik würden die Herzen der Menschen angesprochen und würden sich sich für Gott öffnen.
Zu den ersten Gratulanten zählte die Vorsitzende des Kirchenchores, Hildegard Lang und Chorleiter Hans Zimmermann, der es kurz und knapp auf den Punkt brachte: „Singen macht glücklich“.