Kilwi-Ausstellung in Rust: "Rheinauen" von Wolfgang Bentler

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Zu Kilwi sind im Ruster Bürgersaal die Rheinauen eingezogen, in Form einer Ausstellung des Karlsruher Künstlers Wolfgang Bentler. Eine seiner Werke wird auch weiterhin im Alten Rathaus bleiben, die Gemeinde erstand ein Bild. Der Kulturkreis hatte traditionell zur Kirchweih wieder zu einer Kunstausstellung eingeladen.
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Bei der Vernissage am Freitagabend war es Dieter Baumann, der den Maler und seine Werke vorstellte. Baumann, der auch in Karlsruhe lebt, stammt aus Rust und bezeichnete sich selbst „als einer der besten Kunden Bentlers“. Wolfgang Bentler studierte von 1971 bis 1976 an der Hochschule für bildende Künste in Kassel. Ein einjähriger Aufenthalt in Italien prägte seine Liebe zur Natur und zur Landschaft. Der ehemalige Dozent an der Fachhochschule für Gestaltung in Dortmund lebt und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in der Fächerstadt Karlsruhe. Und hat dort seine Liebe zu den Rheinauen entdeckt, die in beeindruckender Plastizität und in einer Vielfalt in seinen Werken zum Ausdruck kommen. Bentler arbeitet mit Acryl auf Leinwand. Damit kann er die die leichte Bewegung von filigranen Gräsern und Sträuchern, die geheimnisvolle Gewässer umstehen, darstellen. Auffallend ist, dass Bentler eine kontrastreiche Darstellung benutzt. So kann das Bild eines stürmischen Sommertages geradezu dramatisch dem Betrachter entgegen wirkten und ihn in die Szenerie hineinziehen.Überwiegend Bilder im Format 100 auf 100 Zentimeter waren an Kilwi in Rust zu sehen, die richtige Größe um die richtige Stimmung beim Betrachter zu erzeugen. Nach der Einführung durch Dieter Baumann sprach Bentler selbst zu seinen Gästen, höchst konzentriert fixierte er in seinen Worten einen imaginären Punkt auf dem Boden. Er bedankte sich für die freundliche Aufnahme des Kulturkreises und brachte seine künstlerische Intention dieser Ausstellung in wenigen Worten zum Ausdruck: Die Rheinauen als Urwaldbiotop vor unserer Haustüre mit dem verwirrend vielfältigem Charakter wurde für mich zur künstlerischen Herausforderung“, so der 1949 in Marsberg geborene Maler, „es entstanden meditative Blicke, die von Licht und Schatten und dem eigenen Duktus des Malens geprägt wurden“.
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Für den Kulturkreis begrüßte Karl-Heinz Debacher die Gäste und dankte besonders Bernhard Moog für sein Engagement um die Ausstellung. Für die passende musikalische Umrahmung sorgten Aurelian Kindilide (Saxophon und Klarinette) und Michael Sattler (Klavier).

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